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Alant

Volksnamen:
Altkraut, Brustalant, Darmkraut, Edelwurz, großer Heinrich, Helenenkraut, Odinskopf, Schlangenkraut


Alant kommt  ursprünglich aus Zentralasien, hat sich aber in ganz Europa verbreitet und ist eine alte Bauerngartenpflanze. Vielfach ist sie aus den Gärten verdrängt worden und steht nun  vor allem am Waldrand, an Gräben und an Bachböschungen. Er liebt einen  eher feuchten, sonnigen Standort. Dort bildet er einen knollig verdickten und verästelten Wurzelstock, bei dem einzelne Wurzeln bis zu 50 cm lang und 1cm dick  werden können. Aus diesem entspringt ein gut 2 m hoher, behaarter Stängel, der sich erst im oberen Teil verzweigt. Die Grundblätter sind gestielt, die Stängelblätter ungestielt und wechselständig. Die Blätter selbst sind eiförmig und auf der Oberseite kahl, die Unterseite dagegen ist filzig behaart. Die  Blätter können bis zu 40 cm großwerden, der Rand ist unregelmäßig gezahnt. Die goldgelben Blüten erscheinen von Juni bis September und können bis zu 7 cm breit werden. Sie haben die typische gelbe Scheibe aus vielen kleinen Röhrenblüten und  den ebenfalls gelben, dünnen Strahlenblüten, wodurch die Blüte immer etwas  zerzaust wirkt

 

Verwendeter Teil:
Wurzel - Helenii rhizoma
 

Sammelzeit:
IX-XI, von etwa 3-jährigen Pflanzen

Inhaltsstoffe:
Inulin; Ätherisches Öl mit Helenin, Sesquiterpenlactone mit Alantolacton; Triterpene; Sterole; Polyacetylene; Kieselsäure

Heilwirkung:
Erkrankungen der Atmungsorgane, Hautleiden, Verdauungsbeschwerden, Stoffwechselerkrankungen und  Harnwegsleiden.
 

In der Naturheilkunde wird Alant auch als Adaptogen  bei allgemeiner (Nerven)Schwäche eingesetzt. Die traditionelle chinesische  Medizin benutzt die Blüten von Inula japonica unter dem Namen Xuan fu hua als leicht wärmendes, Auswurf förderndes Heilmittel.

Gegenanzeigen:
bei Überdosierung kann es zu Magen/Darmbeschwerden und Schleimhautreizungen kommen. Allgemein besteht bei  Korbblütlern eine erhöhte Allergiegefahr. In der Schwangerschaft/ Stillzeit nur  nach Rücksprache mit dem Arzt/Heilpraktiker verwenden.

 

  • Arnis
  • Arnis  - Botanischer Name: Pimpinella anisum LINNÉ

    Volksmund: Eins Ems Europäischer Anis

    Die Herkunft des Anis ist Westasien und östliches Mittelmeergebiet
    Er wird vielfach in gemäßigten/subtropischen Gebieten angebaut

     

    Die einjährige, 50 cm hohe Anispflanze aus der Familie der Doldengewächse, ist in allen Teilen behaart und hat den bekannten Anisgeruch. Der aufrechte Stengel ist stielrund, gerillt und oben verästelt. Die unteren, ungeteilten, langgestielten Laubblätter weisen eine rundlich-nierenförmige Blattspreite auf und sind am Blattrand gezähnt. Die oberen Blätter sind dreilappig. Sie sind nur kurzgestielt, manchmal sitzend. Die weißen Blüten stehen an den Haupt- und Seitensprossen in mittelgroßen, lockeren, fünf- bis fünfzehnstrahligen Doppeldolden. Die Hüllblätter fehlen, Hüllchenblätter sind selten vorhanden und fädlich. Die 1,5 mm langen Kronblätter sind kurzborstig behaart und besitzen einen lang eingeschlagenen Zipfel. Die Blüte hat fünf Staubblätter und eine zweisamige, eiförmige Spaltfrucht, die mit dem Griffelpolster etwa 3 - 5 mm lang ist. Bei der Reife verfärbt sie sich grau-bräunlich, und die helleren, meist mehr als fünf Hauptrippen treten kantig hervor. Die Teilfrüchte trennen sich erst spät, und sind schwer voneinander lösbar.


    Blütezeit: Juli bis August


    Sammelgut: Früchte


    Sammelzeit: Juli bis September

     

    Wirkung:

    Die Droge wirkt expektorierend (Auswurf fördernd), schwach spasmolytisch (krampflösend), antibakteriell, appetit- und verdauungsanregend.

     

    Nebenwirkung:

    Gelegentlich allergische Reaktionen der Haut, der Atemwege und des Gastrointestinaltraktes (funktionelle Einheit von Magen und Darm).


    Anwendungsgebiete:

    Innere Anwendung bei dyspeptischen (Verdauungs-) Beschwerden, innere und äußere Anwendung bei Katarrhen (Schleimhautentzündungen) der Luftwege.

    Eine äußere Anwendung von Anis-Zubereitungen muß eine Inhalation des ätherischen Öls zum Ziel haben.

     

    Wirkstoff/Droge:

    Anis, bestehend aus den getrockneten Früchten von Pimpinella anisum LINNÉ, sowie deren Zubereitungen in wirksamer Dosierung.
    Die Droge enthält ätherisches Öl.

     

     

     

Aloe Vera

 

Aloe Vera (Barbadensis Miller) ist eine kaktusähnliche Pflanze, die in tropischen und subtropischen Gebieten wächst und die echte Aloe Vera gehört zu der Familie der Lilien und Zwiebeln.
 

Die ursprüngliche Heimat dieser Art sind die Kanarischen Inseln. Kultiviert werden sie aber auch in anderen Trockengebieten zum Beispiel: Afrika und Amerika. Die Pflanzen sind frostempfindlich, können aber sehr gut im eigenen Garten gezogen werden. Zur Überwinterung müssen sie im Haus gehalten werden. Zur inneren Anwendung sollten Aloe vera-Pflanzen kommen, die etwa 3 bis 4 Jahre alt sind. Dann entwickeln sie die größte Wirkung. Die Pflanze kann bis zu 10 Jahre alt werden. Die stiellosen, dicken, lanzettlichen Blätter werden 15 bis 35 (selten bis 50) cm lang und 4 bis 5 (manchmal 7) cm breit und haben einen bewehrten Blattrand.

 

Der Saft der Pflanze der aus dem reinen Blattmark gewonnen wird kann äußerlich und innerlich angewandt werden.

 

Äußerliche Anwendung:

bei Abzessen, Akne, Fußpils, Neurodermitis, Herpes schlecht heilende Wunden, Prellungen, Ekzemen, Haarausfall, Schuppen  und bei Sonnenbrand und Verbrennungen.

 

Innerliche Anwendung:

Bei Schock: Tierexperimentelle Daten zeigen, dass ein polymeres Kohlenhydrat aus dem schleimigen Pflanzensaft bei dem durch starken Blutverlust bedingten Schock Kreislauf stabilisierend und durch den Zeitgewinn sogar Lebens rettend wirken könnte.

 

Zur Stärkung des Immunsystems bei Erkältung, Arthritis, Gicht, Ischias und Rheuma.

 

Wechselwirkungen

Mit Hydro-Kortisoncremes können Wechselwirkungen auftreten. Bei gleichzeitiger Einnahme von Diabetesmedikamenten kann der Blutdruck abfallen. In der Schwangerschaft sollte es auch nicht eingenommen werden.

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